Verlust, Frust, 80ies
Vorgestern hab’ ich wieder einmal einen der beiden Gummiaufsätze meiner doch ziemlich guten (und verhaeltnismaessig teuren) Sony Ohrhöhrer verloren. Das runde, links.

Das letzte Mal fand ich ihn wieder, nachdem ich etwa fünf Minuten im Halbdunkel des Kebabladens am Boden suchte. In einer Fettpfütze, eventuell sogar Fleischtee. Ich unterzog ihn einer rudimentären Reinigung und steckte ihn wieder ins Ohr. Vorgestern aber war ich weniger glücklich. Beim Aussteigen aus einer S-Bahn im Bahnhof Zürich zog ich den linken Stecker aus dem Ohr, merkte dann aber relativ bald, dass ich dabei diesen Aufsatz verlor. Erst versuchte ich, das winzige Teil irgendwo zu finden, was mir aber bald als unsinnig erschien, vor allem weil ich nicht sicher war, ob das Ding jetzt noch im Eingangsbereich der langsam zur Abfahrt piepsenden S-Bahn oder auf dem Perron, oder aber im dunklen Bereich dazwischen sein koennte. Ich war fucked. Und ich fand ihn nicht mehr.

Tags drauf machte ich mich auf die Suche nach einem Händler dieser kleinen Aufsätze, aber diese waren nicht auffindbar (”Eventuell könnten wir bei Sony anfragen, aber ich bin nicht sicher, ob uns das weiterbringt”). Darum fand ich, wäre es an der Zeit, das Problem an der Wurzel zu packen und ein alternatives Kopfhörersystem in Betracht zu ziehen. Gesagt, getan. Nach kurzer Evaluationszeit fand ich ihn und verliebte mich sofort: Den KOSS PortaPro. Nicht nur tönt er ziemlich geil (mit weniger Ausschluss der Umgebungsgeräusche als die Ohrstöpsel), nein, er sieht auch extrem geil aus: “First introduced in 1984″

Ja, die Koss sehen sehr geil aus. Sie sind einfach umwerfend und als ich vor wenigen Wochen nach neuen Kopfhörer suchte (keine Ohrstöpsel für meine Ohren), waren diese Wunderdinger fürs auditive Wahrnehmungsorgan des Menschen auch meine Favoriten. Da ich aber bereits bemerkt hatte, dass Elektronikware in Deutschland oft nicht das sonst tiefe Preisniveau mitmacht, entschied ich mich, zunächst mal mit Kopfhörer für 1.50€ auszukommen, und mich zu informieren, wie viel die Koss in der Schweiz kosten. Also Claude, was kosten sie? Sind sie stabil? Und sind sie bequem? Über eine ausführliche Produktbeschreibung würde ich mich freuen, denn die 45 Minuten dauernde Fahrt zur Schule kann morgens sehr auf den Keks gehen, ohne guten Sound in den Ohren.
Für den Gebrauch am Computer benutze ich zur Zeit die DT 770 von Beyerdynamic, auch sehr gute, geschlossene Kopfhörer für Studioarbeit.
Ich habe meine im Apple Laden in Zürich (da, wo früher der Pizza-Hut war) gekauft. Sicherlich nicht der günstiste Ort, ihn zu kaufen. Kostenpunkt 99.- ( 2 Recyclinggebühr). Wenn Du aber mal auf Froogle suchst (”KOSS PortaPro”), dann siehste da den tiefsten Preis $29.05, was etwa CHF 37.- ist.
Ich Depp
Ich moechte dem noch beifuegen, dass mir ebendiese Sony-Stoepselhoerer, zu deren Kauf ich mich schliesslich durchgerungen hatte, auf die Nerven gehen. Weil, die an sich praktische Idee, das Kabel mit einem Verbindungsstueck kurz nach den Stoepseln zu trennen, damit man wahlweise ein langes oder ein kurzes Kabel hat, diese Idee hat den Nachteil, dass staendig ein Gewichtchen am Kabel zerrt und mir den linken Stoepsel aus dem Ohr zupft. HMPF.
Nur um auch noch meinen Senf dazugegeben zu haben: Ich finde meine Sennheiser PMX 60 (http://www.sennheiser.com/sennheiser/icm.nsf/root/products_headphones_classicline_hdseries_pxseries_04917) äusserst angenehm und preiswert, zudem haben sie per default ein geil langes Kabel (mit dem Nachteil, dass man gelegentlich mal an einer Zugarmlehne hängen bleibt, was nicht zwingend komplett ohne negativen Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit der iRiver-Fernbedienung sein muss…). Ohrhörer habe ich immer gehasst…
Ha, habe dein Layout kaputtgemacht - ein Preview Button wär noch vorteilhaft…
HA! Habe heute meine Gummikappe ebenfalls verloren. Mal schauen, sicherlich gibts in NYC einen Sony-Laden.
Oah. Nichts suckt so fest wie die Musik auf nur einm Ohr zu hören. Viel erfolg beim replacen.